2010-10-19 - Ein atemberaubender Tag mit M&M

Nji Hao allerseits!

Unser erster Melbourne Day war total schoen. Vorausgesagt wurde, dass das Wetter kalt und nass wird. Deswegen hatten wir uns alle dick eingepackt. Im Laufe des Tages stellte sich dann heraus, dass sich doch lieber die Sonne am Himmel zeigen wollte und wir alle legten mehrere Schichten ab. Unser erstes Ziel war das einzigartige China Town. Dort sind wir zuerst in das "Chinesische Museum" gegangen. Wir bekamen anfangs eine Show geboten von einem asiatischem Kampfkunstmeister namens Julien. Das war sehr beeindruckend, wie er mit seinen Schwertern umging. Doch die Leute in der ersten Reihe mussten aufpassen, dass sie kein Auge ausgestochen bekamen. Gott sei Dank kamen wir alle heil davon. Anschließend daran bekamen wir eine Führung durch das Museum. Sie war sehr interessant aber auch an eine Stelle etwas beaengstigend. Uns wurde nämlich erzählt, dass es bei chinesischen Frauen angesagt war so kleine Füße zu haben, wie möglich. Um dies zu erlangen bekamen die Frauen die Füße gebrochen und sie wurden in eine dreieckige Form zusammen gebunden. Die Bilder dazu waren ziemlich grausam. Wir haben lieber in den Spiegel daneben geschaut und unsere Schönheit begutachtet als uns dieses Grauen anzusehen. Die Führung verblieb aber nicht nur im Museum, sondern führte uns auch in den asiatischen Teil Melbournes hinein. Dort haben wir gesehen, wie in gefühlten 10 Sekunden ein komplettes chinesisches Nudelgericht zubereitet wurde. Der Koch strotzte vor Stolz als wir ihm nach seinem Nudelmarathon alle applaudierten. Unser Trip durch China Town ging aber noch weiter. Wir kamen zu einem kleinen Shoppingcenter in dem wir eine unheimliche Entdeckung machten. Wir sahen einen Laden, der Schuhe verkaufte. Jedoch fiel uns auf, dass man nur Schuhe bis Grosse 37 kaufen konnte. Groesse 37, 37!!! Man beachte, was uns in dem Museum über Füße erzählt wurde!
Danach war unsere Erkundungstour durch China Town beendet und wir gingen ins ACMI. Das war ein Muesum über Filmtechnologie. Das war richtig, richtig spacig. Auf eigene Faust durften wir durch das Museum spacen. Das Spacige war, dass wir selber Dinge über Technologie ausprobieren konnten. Wir kamen zu einer Apparatur, die ein Film von uns drehte. Haben wir natürlich sofort ausprobiert und völlig abgespacete Videos von uns gedreht. Marie-Sophie hatte sich uns angeschlossen und wir hatten zu dritt eine Menge Spass in dem Museum. Der Sinn diesen Film zu drehen war, daraus ein sogenanntes Flipbook, ein Daumenkino von einem selber machen zu lassen. Natürlich haben wir uns das Daumenkino sofort gekauft. Danach sind wir ins TimeSlice gegangen.
Hier ein Link zu der Attraktion. 
http://www.acmi.net.au/timeslice/Timeslice.htm?file=ts-20101014-afed87546641c3d96e0a4d450bbba23d.flv

Dann machten wir uns auf den Weg in eine Kunstgalerie. Die untere Etage zeigte alte Aborigines Kunst und interessante Kunstwerke, die ganze Geschichten erzaehlten, auf die wir nie im Leben gekommen waeren. Das fand ich ( Miriam ) besonders interessant. In der zweiten Etage waren dann ganz alte klasische australische Bilder und Modernere, z.B. eine moderne Interpretation von Ned Kelly, einem australischem Nationalheld, zu sehen. Diese Etage fand ich ( Madeleine ) viel interessanter. Woran man sieht, wie unterschiedlich die Geschmäcker und Interessen an Kunst von Menschen sind.
Nach einem strammen Programm sind wir dann mit mehr Wissen ueber Australien zu unseren Familien heimgekehrt.

Allerliebste Gruesse aus Australien
Hochachtungsvoll M&M (Mimi und Madeleine)

P.S. Gerade haben wir erfahren, dass Dortmund Tabellenführer ist. Mein Bruder Philipp muss sich ja freuen wie ein Schneekönig :D