2010-10-06 - Surfin' Australia

Hey liebe Eltern,  ich weiss, das kommt  jetzt ein wenig spaet, aber ich muss hier unbedingt einmal von meinen bisher besten drei Tagen in Australien berichten. Drei Tage, in denen ich drei wichtige Erfahrungen ueber Australien gemacht habe:

  • Die Australische Landschaft ist nicht unbedingt so, wie man sie vermutet.
  • Auch in Australien kann es regnen.
  • Das Wasser im Meer um Australien is ar*** kalt!    

Ich glaube, es war Donnerstag letzter Woche als ich zu einer fuer mich wirklich untypischen Zeit aus den Federn geworfen wurde, was ich zunaechst als ziemlich stoerend empfand, sich spaeter jedoch als totaler Gluecksfall erwies, denn es sollte auf einen 3-taegigen  Surftrip gehen.  Ich stand also um 9 Uhr auf und es ging los, mit dem  Auto durch eine Landschaft, die eher an good old Scotland erinnerte, als an das trockene Australien , das man vermutet. Ueberall  gruene mit Grass bewachsene Huegel, die mit dutzenden Schafen und Kuehen  gespickt waren. Erst ganz kurz vor der Kueste  wurde die Landschaft flacher und die einzigen Erhebungen , die man dort noch vorfand, waren  die Klippen, die in das Meer mündeten.  Soviel zu der Landschaft.  Ich war jetzt also in diesem wirklich bilderbuchmaessigen Ferienhaus angekommen  und es sollte ins Meer zum Surfen gehen.
   

Wir schmissen also die Boards in den Kofferraum .......und wer haette es vermutet, es fing an zu regnen und die Aussentemperatur sank auf 15°C. Das schien meine Gastfamilie, die fuer diesen Ausflug nur auf Callum meinem Austauschpartner, Max, seinem Bruder und David, den Vater dezimiert war, (Die Austauschmama musste zu Hause bleiben, um auf die Hunde aufzupassen.) jedoch wenig zu interessieren. Ich bekam einen Tauchanzug  und ab ging es in die gefuehlte 5°C  kalte Flut. Ich muss sagen, an diesem Tag stellte ich mich ziemlich daemlich mit dem Surfen an, was sich jedoch bessern sollte. Ich verbrachte also eine wirklich kalte Nacht in diesem "Strandhaus", denn wie man schnell feststellt, benutzen  Australier so gut wie nie eine Heizung.        

Am zweiten Tag gingen wir wieder surfen, jedoch auf eine wirklich sehr australische Art und Weise. Wir surften nicht im Wasser, sondern Sandduenen hinab!!! Das hoert sich nicht nur Hammer an, sondern ist auch so ziemlich eines der coolsten Dinge, die ich je in meinem Leben gemacht habe. Wir setzten oder stellten uns einfach auf die Knieboards (Miniaturausgabe von einem Surfbrett) und surften diese um die 30m hohen Sandduenen bis ins Meer hinab, wo wir ins eiskalte Wasser platschten.  Das war also der zweite Tag.

Eine weitere nun etwas waermere Nacht folgte. An diesem letzten Tag schien nun endlich die Sonne und es waren um die 25°C . Wir begannen schon um 10 Uhr morgens mit dem Wellenreiten und gegen Mittag schaffte ich es tatsaechlich, eine Welle stehend zu surfen und eine Welle quer auf dem Bauch liegend zu passieren. Wenn das Wasser einfach nur unter und ueber dir entlang rauscht und man durch diesen Wassertunnel (Tube) rast, und auf der anderen Seite auch noch trocken wieder heraus kommt, ist das just ein unbeschreiblich, hammergeniales Gefuehl! Die andere Haelfte des Tages  verbrachten wir zurueck in Melbourne auf einer sogenannten Footballparty, wo wir zusammen mit einer Menge anderer Australier und deren Austauschpartnern, das "Grand Final" der Australischen Footballleage schauten. Am Ende des Tages uebernachteten Callum und ich dann noch, zusammen mit Pierre, bei  Adrian and Andrew, den beiden Austauschpartnern von Florian und Svea. (Die waren natuerlich auch dabei.).

Alles in allem also ein wirklich sehr gelungener 3-Tagestripp. Viel Spass euch da drueben in Germany, euer Jonas.