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About Australia

Die Tiere

Typische Vertreter der australischen Tierwelt sind die Beuteltiere. Bekannte Vertreter sind die Kängurus mit über 40 Arten, der Koala, der Wombat, der Tasmanische Teufel oder Beutelteufel, die Beutelmaus und die Gattung der Kletterbeutler (Possums). Einzigartig auf der ganzen Welt sind Eier legende Säugetiere (Kloakentiere), die nur in Australien und Neuguinea vorkommen, in Australien vertreten durch das Schnabeltier (engl. Platypus) und den Ameisenigel (engl. Echidna).

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Emus (Dromaiidae)

emu Nur eine Art dieser Vogelfamilie lebt heute noch, der Emu (Dromaius novaehollandiae). Er ist in Südaustralien beheimatet, im Buschland und in offenen, übersichtlichen Gebieten.
Der braune Laufvogel mit den sehr kleinen Flügeln ähnelt äußerlich den Nandus. Er wird mit bis zu 175 Zentimetern etwa gleich groß, ist aber viel gedrungener und schwerer (bis zu 55 Kilogramm).
Die Nahrung des Emus besteht aus Gras, Früchten und Beeren sowie Getreidekörnern. Auch als Schädlingsvertilger (z.B. Heuschrecken) ist er von Nutzen. Sein relativ weicher und breiter Schnabel ist dieser Art der Nahrungsaufnahme gut angepasst.
Bei der Balz weckt das Weibchen die Aufmerksamkeit des Emuhahns, indem es dumpfe Laute von sich gibt. In das große Bodennest werden von einer Henne bis zu acht Eier gelegt, die das Männchen in ca. zwei Monaten ausbrütet. Es kümmert sich auch um die Aufzucht der Jungen.
Trotz ihrer Nützlichkeit als Schädlingsvertilger sind die Emus starken Verfolgungen durch die Siedler ausgesetzt gewesen, weil sie angeblich Rindern und Schafen die Nahrung wegnehmen. Heute sind sie aus den landwirtschaftlich genutzten Gebieten Australiens verdrängt.
Der einst in Tasmanien vorkommende Schwarze Emu (Dromaius minor) ist seit Ende des 18. Jh.s ausgerottet.

Systematik:
Familie aus der Unterordnung der Kasuarvögel (Casuarii).

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Koala (Phascolarctos cinereus)

koala Das Verbreitungsgebiet des Baumbewohners ist der Südosten Australiens.
Der Koala wird knapp 60 Zentimeter groß, hat ein weiches, graues Fell, große Ohren und eine schwarze Nase: Durch sein Aussehen gilt er als Vorbild des Teddybären.
Der dämmerungsaktive Beutelbär lebt auf Eukalyptusbäumen und ernährt sich hauptsächlich von den Blättern des Baumes. Manchmal fressen die Tiere auch Erde, die Jungen nehmen u.a. den Blinddarmkot der Mutter (Caecotrophie) zu sich.
Die Paarung der Koalas findet im Sommer statt. Das Weibchen bringt einmal jährlich nach einer Tragzeit von ca. 35 Tagen ein Jungtier zur Welt, das ungefähr sechs Monate im nach hinten geöffneten Beutel der Mutter bleibt. Danach wird es noch ca. ein Jahr auf dem Rücken der Mutter herumgetragen.
Koalas werden unter idealen Lebensbedingungen bis zu 20 Jahre alt.
Durch intensive Bejagung und die Unmöglichkeit der Nachzucht in Gefangenschaft wurde der Bestand an Koalas in den letzten Jahrzehnten sehr stark dezimiert, so dass der Koalabär in vielen Gegenden als ausgerottet galt. Die neuere Entwicklung lässt aber eine Nachzucht in Gefangenschaft zu, und damit gilt der Bestand als gesichert.

Systematik:
Bekanntestes Mitglied der Familie der Kletterbeutler (Phalangeridae) aus der Ordnung der Beuteltiere (Marsupialia). Die neuere Forschung weist dem Koala eine eigene Familie "Beutelbär" zu.

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Rotes Riesenkänguru (Macropos rufus)

kanguru Die offenen, flachen Buschlandschaften Australiens sind der Lebensraum des bis zu 75 Kilogramm schweren Tieres. Die Tiere werden bis zu anderthalb Meter groß. Rote Riesenkängurus leben in kleinen Familienverbänden in festen Revieren, die durch zwischen den Männchen ausgetragene Revierkämpfe (so genannte "Boxkämpfe") festgelegt werden.
In der Dämmerung suchen die rötlich gefärbten Tiere nach saftigem Gras, Kräutern, Baumrinde und frischen Baumtrieben. Tagsüber bleiben sie meist im Schatten von großen Bäumen und Felsen.
Nach einer Tragzeit von fünf bis sechs Wochen bleibt das Junge knapp acht Monate im Beutel und begleitet die Mutter noch weitere vier Monate.
Auf der Flucht erreichen Rote Riesenkängurus Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 50 km/h.
Das Rote Riesenkänguru ist heute selten geworden und steht unter Naturschutz.

Systematik:
Art aus der Familie der Kängurus (Macropodidae), zählt damit zur Ordnung der Beuteltiere (Marsupialia).

 

 

 

 

 

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Schnabeltier(Ornithorhynchus anatinus)

Das Schnabeltier ist in Ostaustralien und Tasmanien beheimatet, wo es sich bevorzugt in Seen und Flüssen aufhält.
Viele Merkmale des Schnabeltiers sind in Anpassung an ein Leben im Wasser entstanden. Die fünfzehigen Füße sind mitSchwimmhäuten und Krallen ausgestattet, Augen und Ohren sind im Wasser verschließbar.
Ihre Nahrung erbeuten die geschickten Schwimmer im dem Wasser. Die Insekten, Larven, Krebse, Würmer und Schnecken verstaut das Schnabeltier wie ein Hamster in seinen Backen-taschen und zerkaut sie erst, wenn es wieder an der Wasser-oberfläche angelangt ist.
Das Schnabeltierweibchen legt zwei bis drei dotterreiche Eier, die von einer weichen Schale umhüllt sind. Wenn die Jungen mit ihrem Eizahn schließlich die pergamentartige Schale aufschlitzen und schlüpfen, sind sie nur 2,5 Zentimeter groß. Beim Verlassen des mit Heu und Eukalyptusblättern weich gepolsterten Nestes haben die Schnabeltierjungen dann eine stattliche Länge von 35 Zentimetern erreicht. Erwachsene Tiere werden bis zu 70 Zentimeter lang.
Die Milchdrüsen der Weibchen enden nicht in Zitzen, sondern in so genannten Mammarfeldern. Die Jungen lecken die milchgetränkten Hautfelder am Bauch des Muttertieres ab.

Systematik:
Einzige Art aus der Familie der Schnabeltiere (Ornitorhynchidae) in der Ordnung der Kloakentiere (Monotremata).

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Wombat (Vombatitae)

auch: Plumpbeutler;
Wombats sind in den Graslandschaften sowie in den dichten Wäldern Südaustraliens beheimatet. Sie können bis zu einem Meter groß werden. Ihr Fell ist dicht und von Tier zu Tier von ganz unterschiedlicher Farbe.
Der kurzbeinige Pflanzenfresser gräbt flache Mulden, um in Rückenlage darin zu ruhen. Auch deswegen sowie wegen seiner plumpen Erscheinung trägt er den Beinamen "Plumpbeutler".
Einmal im Jahr bringt das Weibchen ein Junges zur Welt, das in etwa ein halbes Jahr im Beutel der Mutter bleibt, der zum Schutz gegen Verschmutzungen beim Graben nach hinten geöffnet ist.

Systematik:
Familie aus der Ordnung der Beuteltiere (Marsupialia) mit zwei Arten.

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Dingo

Ursprungsgebiet: Australien.
Das Fell des mittlerweile total verwilderten australischen Hundes ist kurz und dicht, meist braun oder falbfarben. Der Dingo erreicht eine Schulterhöhe von knapp 60 Zentimetern, sein Körperbau erinnert an einen Husky. Heutzutage neigt man wieder dazu, die verwilderten Hunde zu domestizieren, was auch leicht funktioniert, wenn man sie von Hand großzieht; geduldig erzogen, werden sie treue Gefährten.
In freier Wildbahn leben Dingos in kleinen Rudeln und stellen sich bei drohender Gefahr tot. In Australien können sie nur leben, weil sie gegen Hitze nahezu völlig resistent sind.

Systematik:
Hunderasse aus der Unterart Haushunde (Canis lupus familiaris).

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Graues Großkänguru (Macropus giganteus)

Das Graue Großkänguru ist in den offenen, flachen Buschlandschaften Australiens und Tasmaniens zu Hause. Das Männchen kann 1,50  Meter groß werden, der Schwanz noch einmal 90 Zentimeter lang. Der dichte, glatte Pelz ist oben graubraun, die Bauchseite und die Beine sind weiß.Graue Groß-kängurus ernähren sich hauptsächlich von Gras, Kräutern, Blättern, Knospen und Trieben. Das Weibchen bringt ein- bis zweimal jährlich nach einer Tragzeit von 30 bis 40 Tagen Junge zur Welt, die noch sechs Monate im Beutel verbringen. Die Tiere leben in kleinen Gruppen und sind nachts aktiv, um Gras, Kräuter, Blätter, Knospen und Triebe zu knabbern. Tagsüber verkriechen sie sich im Schatten von Felsen und großen Bäumen.

Systematik:
Art aus der Familie der Kängurus (Macropodidae) in der Ordnung Beuteltiere (Marsupialia).

 

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Rothalskänguru (Wallabia rufogrisea)

auch: Bennetts-Känguru;
das Verbreitungsgebiet dieses Wald- und Savannenbewohners ist Ost- und Südaustralien sowie Tasmanien.
Das Rothalskänguru kann bis zu 1,20 Meter groß werden. Zusätzlich dazu erreicht der Schwanz eine Länge von fast einem Meter.


Diese Känguruart besitzt ein dichtes und langes Fell, die obere Rumpfpartie  ist rotbraun. Der Rücken ist schwarz gesprenkelt, Bauch und Schwanz sind grau. Am Kopf lässt sich ein deutlicher weißgrauer Streifen  erkennen, der sich über die Wange zieht.
Das Känguru ernährt sich hauptsächlich vom Laub der es umgebenden Bäume.
Nach einer Tragzeit von nur etwas mehr als einem Monat bringt das Weibchen ein bis zwei Junge zur Welt, die noch über längere Zeit im Beutel der Mutter bleiben.

Systematik:
Art aus der Familie der Kängurus (Macropodidae), zählt damit zur Ordnung der Beuteltiere (Marsupialia).

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Kasuarvögel (Casuarii)

Der Helmkasuar ist in den dichten Wäldern Nordaustraliens und Neuguineas beheimatet; das Verbreitungsgebiet der anderen beiden Arten ist auf Neuguinea beschränkt. Ursprünglich sind wohl alle drei Arten in Nordaustralien heimisch und gelangten erst durch Handel nach Neuguinea, wo einzelne Exemplare entkamen.
Die einen Meter großen Kasuare haben einen blauen Hals mit rotem Kehlbereich und ein helmartiges Horngebilde auf dem federlosen Kopf. Ihre schwarzen Doppelfedern verleihen den Vögeln ein struppiges Aussehen.
Sie ernähren sich während der Brutzeit hauptsächlich von auf dem Boden liegenden Früchten, sonst auch von Pflanzenteilen (Schößlinge, Samen etc.). Mit ihren Kopfhelmen graben sie Insekten und kleine Wirbeltiere aus dem Boden aus.

Systematik:
Eigene Unterordnung der Laufvögel (Struthioniformes) mit einer Familie (Casuaridae) und drei Arten.

Arten:
Bennettkasuar (Casuarius bennetti)
Einlappenkasuar (Casuarius unappendiculatus)
Helmkasuar (Casuarius casuarius)




 

Aborigines

Die Aborigines, die ein sehr naturverbundenes Volk sind, begründen ihre Weltsicht durch Menschen, Tiere und Pflanzen. Die Bindung zu ihrem Land und ihren heiligen Stätten ist so groß, dass sie sich als "Mandarling" verwaist fühlen, wenn sie keinen Grund und Boden haben. Somit ist der innenpolitische Kampf in Australien um die Zuteilung von aborigines-enteignetem Land sehr präsent und imageprägend.
Durch die Naturverbundenheit fühlen sich viele als HüterInnen ihrer heiligen Plätze, für die sie auch die persönliche Verantwortung übernehmen. Diese heiligen Plätze waren Orte ihrer Zeremonien und Riten. Zu Beginn dieser Zeremonien und diverser Initiationen wurden zumeist kunstvolle Sandbilder auf den Boden gemalt. Mit diesen Zeichnungen wurden häufig Schöpfungsmythen auf symbolische Weise dargestellt, z.B. immer größer werdende Kreise symbolisierten Lagerfeuer oder Treffpunkte, während die gewellten Linien meist Wasserläufe darstellten. Die Materialien setzten sich meistens aus verschiedenen rötlichen und gelblichen Ockerfarben, Federn sowie anderen Schmuckgegenständen, weißem Kalk und schwarzer Holzkohle zusammen. Die Herstellung der Bilder wurde meistens von heiligen Tänzen und Gesängen (songlines) begleitet. Am Ende wurden diese Sandbilder immer zerstört, damit ein nichtinitiiertes Auge ihrer nicht ansichtig wurde.
Der Kern all dieser Bilder bleibt sakrosankt und seine Weitergabe von Generation zu Generation sichert den Fortbestand der Aborigines-Kultur. Mit jeder Phase der Initiierung wird den Künstlern eine weitere Interpretationsdimension des Bildes zugänglich. Dabei dürfen sie nur die "Dreamings" malen, die sie geerbt haben (gewissermaßen eine alte Form des "Copyright"). Die Einhaltung der Regeln wird bis heute durch das traditionelle Rechtssystem der Aborigines gewährleistet. Durch die uralte Tradition fallen Kunst und Ritus zusammen. Sie setzen ihre Kunst zur Bewahrung ihrer kulturellen Identität ein und stärken somit ihr kollektives Selbstbewusstsein.
Gegenwärtige Kunstbewegungen sind mit dem Kampf um indigene Rechte verknüpft. So entstand in den 70er Jahren auch die Papunya-Kunstbewegung, deren wichtiger Vertreter Billy Stockman war.
In den 60er Jahren waren die traditionellen Gruppen mit der politischen Strategie der Assimilierung zwangsweise aus ihrem Nomadenleben gerissen und in eine gemeinsame Siedlung gezwungen worden. Diese erhielt den Namen Papunya. Die Pintubi, Warlpiri, Loritja, Aranda und Anmatjera mussten ihr traditionelles Gebiet und ihre heiligen Stätten verlassen und sich die europäischen Lebensgewohnheiten aneignen. Die schwerwiegenden Folgen wie Alkoholkonsum, Kulturverlust und Entwurzelung konnten erst wieder durch die bildlichen Darstellungen ihrer Geschichten überwunden werden. Die Übertragung auf Leinwände ermöglichte auch anderen Kulturkreisen die Einsicht in die Lebenswelten der Aborigines. Doch haben auch die alten Darstellungsformen wie Fels- und Sandmalereien eine wichtige Bedeutung, da sie oft als Beweisstücke beider Einforderung von traditionellen Landrechten agieren.
Somit ist der Fortbestand der Aborigines-Kultur und ihre Weitergabe an die jüngere Generation gesichert und durch Organisationen wie das "Institute of Aboriginal Developement" unterstützt. Die Akzeptanz und Toleranz der Aborigines-Kultur von anderen Kulturen wird somit unterstützt und gefördert.

Die Sprache

Die Sprache der Australier ist offiziell Englisch. Das Englisch ist mittlerweile oft sehr stark verschliffen und wird auch Strine (sprich: strain) genannt. Besonders in ländlichen Gebieten fällt es oft schwer, einige Zeitgenossen auf Anhieb zu verstehen, auch wenn man des Englischen durchaus mächtig ist.
Strine wird landesweit gesprochen und ging aus einem alten Cockney-Akzent hervor, den die ersten Siedler und Sträflinge vor über 200 Jahren aus den Arbeitersiedlungen der alten Heimat mitbrachten. Daher ist Strine die eigentliche Alltagssprache.
Englisch ist natürlich die Hauptunterrichtssprache in den Schulen, es gibt aber auch Unterricht in anderen Sprachen, und manche Schulen haben sogar bilingualen Unterricht. Als Fremdsprachen werden asiatische und europäische Sprachen angeboten, wobei in letzter Zeit, bedingt durch Einwanderungswellen aus dem asiatischen Raum, ein Schwerpunkt bei den asiatischen Sprachen liegt. Insbesondere Japanisch, Indonesisch, Koreanisch und Mandarin wird gelernt. Seit 1990 haben mehr Schüler und Studenten Prüfungen in Japanisch abgelegt als in anderen Fremdsprachen. Besonders in Queensland, denn dort verbringen auch die meisten Japaner ihren Urlaub. Italienisch als zweithäufigste gesprochene Sprache ist aber nach wie vor die am meisten unterrichtete Sprache.
Ein Viertel der Australier stammt aus einem nicht-englischsprachigen Land oder hat wenigstens ein Elternteil aus einem solchen Land. Mindestens 17% der Bevölkerung sprechen zu Hause eine andere Sprache als Englisch.
Sprachliche Vielfalt ist, nicht nur in Australien, ein wichtiges kulturelles und
wirtschaftliches Gut.


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Besonderheiten:

Die erste Floskel, die man in Australien lernt, ist "G`day", was soviel heißt wie "Hallo" oder "Guten Tag". Das Ganze wird verkürzt ausgesprochen, denn markant am Aussie-Slang ist das Verschlucken ganzer Silben. Dazu ziehe man den ganzen Satz zu einem einzigen langen Wort zusammen und schon kann man perfekt Australisch. Charakteristisch sind auch die nasalen und langgezogenen Vokale: "Day" klingt "Dai", "take" wie "taik". Das H wird generell ignoriert und nicht mitgesprochen, "ow" statt "how" als Beispiel.
Von Ort zu Ort gibt es auch noch einige sprachliche Unterschiede, denn obwohl auf dem gesamten Kontinent nur 18 Millionen Menschen leben, haben sich durch die großen Entfernungen doch recht stark unterschiedliche Dialekte herausgebildet.
Als Beispiel nehme ich mal den Rucksack: So sagt der Sydneysider "Backpack", ein Melbourner nennt ihn "Backy" oder "Baggy", ein Queenslander dagegen bezeichnet ihn schlicht als "Sack".
Persönliche Fürwörter werden auch oft anders verwendet wie in der Schule gelernt. So sagen die Aussies häufig "it" statt "she" oder "her", statt "my" hört man "me", statt "me" kann man auch "us" sagen und sind mehr als zwei Personen anwesend wird aus "you" ein "youse".
Was noch eine Eigenart der Australischen Sprache aufzeigt: Die Verniedlichung und der exzessive Gebrauch von Abkürzungen: Barbie, Truckie, Roo, Chrissie, Brekkie, Mozzy, Esky... Was übersetzt: Grillfete, Lastwagenfahrer, Känguru, Weihnachten, Frühstück, Moskito und Eisbox heißt.
Ihr Land nennen sie "Oz" und sich selbst "Aussies".

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Hä?

Skurile Worte wie "Woddedoin" kommen beim Zusammenziehen der Sätze heraus. Das ist australisch für "What are you doing?". Nicht zu verwechseln mit dem genuschelten "Weyagoin", mit dem man allerorten bei einem seltenen Zusammentreffen mit anderen Wanderern begrüßt wird: "Where are you going?" heißt das, "Woher und wohin" also, es wird aber benutzt wie das deutsche "Hallo, wie geht's?". Es dient als Begrüßungsfloskel wie "Hello" oder "Hi", und man geht seines Weges.

Wenn ein Australier sagt: "100 Käys", dann meint er Kilometer.

Ein weiteres Wort, das praktischerweise auch sofort von den Touristen in den Sprachgebrauch aufgenommen wird: Der Australier bezeichnet so ziemlich alle Personen als "Mate". Das sollte man sich auch angewöhnen, es hat den grossen Vorteil, dass man sich nie Gedanken darüber machen muss, wie man die Leute ansprechen soll. "Mate" passt immer, ob zu Mann oder Frau, so lange man sich auf informeller Ebene befindet  also nicht am Streifenwagen. Auch sollte man so oft wie möglich seine Sprachkenntnisse zur Schau stellen, indem man zu allen passenden und unpassenden Gelegenheiten ein beiläufiges "No Worries" einfließen lässt.

Nichtgebrauch der beiden letzten Floskeln würde jeden in Sekundenbruchteilen als Ausländer entlarven. "No Worries" bedeutet in etwa "O.k." oder "Alles Klar", besonders beliebt ist die Kombination mit "Mate" dahinter: Immer wenn man etwas fragt, wenn einem jemand etwas erklärt oder wenn man sich für etwas entschuldigt schallt es einem entgegen: "No worries, Mate!"

Ein typisch australisches Gespräch ist reich mit Kraftausdrücken gewürzt, die meist nicht über der Gürtellinie enden. "Bloody, shit, fuck" und sonstiges ist oft Bestandteil eines Satzes, wird aber nicht als Schimpfwort verstanden. Es ist ein Adjekiv zur Betonung. "Bloody good Wine" ist also ein wirklich guter Wein.

And Oz is a bloody nice Country!

Schuljahr

Schuljahr:
Die australischen Kinder beginnen im späten Januar oder frühen Februar mit der Schule und schließen sie Mitte Dezember ab.Ein Jahr ist in vier Terms eingeteilt, von dem jeder die Dauer von zehn Wochen hat. Zwischen jedem Term liegen zwei Wochen
Ferien: Im Herbst (April), Winter (Juli) und Frühling (Oktober).
Ihre Sommerferien sind meistens sechs Wochen (wie auch bei uns). Private Schulen haben in der Regel unbedeutend länger Ferien ls die öffentlichen Schulen.
Vom Kindergarten heraus bis zur sechsten bzw. siebten Klasse besuchen die Schüler die Grundschule (Elementary School). Danach wechseln sie auf die High School (weiterführende Schule), die ab Klasse acht bis zur zwölften Klasse geht. In manchen Staaten werden die letzten zwei Jahre der High School getrennt unterrichtet, um die Schüler dort dann besser auf das Studieren vorzubereiten.
In der Elementary School haben die Schüler einen Klassenraum und werden dort die meiste Zeit von ihrem Klassenlehrer unterrichtet. In der High School dagegen müssen die Schüler immer von einem Klassenraum zum anderen „wandern“, um von unterschiedlichen Lehrern unterrichtet zu werden.

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Unterrichtsfächer:
Elementary School: Hier lernen die australischen Schüler, wie auch die deutschen Schüler, Lesen, Schreiben, Buchstabieren, Mathematik, Wissenschaft und Gemeinschaftskunde. Gemeinschaftskunde beinhaltet Geographie, Geschichte und die Kultur Australiens und der Welt (besonders Asien). Viele Schüler lernen andere Sprachen. Natürlich gibt es hier auch Unterricht in den Fächern Sport, Musik und Kunst.

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Der Schultag:
Für Schüler der Elementary School beginnt der Schultag um 9.00 Uhr und geht bis 15.15 Uhr. Am Morgen gibt es nach den ersten Stunden eine fünfzehn-minütige Pause, in der die Schüler ihren Snack essen oder auch raus gehen können. Das Mittagessen beginnt gegen 12.30 Uhr.Der Unterricht geht ca. eine Stunde später weiter. In der Zeit können die Kinder ihr mitgenommenes Lunchpaket essen (entweder im Klassenraum oder auf dem Schulhof) und den Rest der Zeit auf dem Schulhof spielen. Viele Schulen haben auch eine Cafeteria, in der man Warmes kaufen kann und ein paar Snacks. Die meisten Schüler jedoch bringen sich ihr Essen von Zuhause mit. In so einem Lunchpaket ist für gewöhnlich: ein Sandwich, verschiedene Früchte und ein Trinkpäckchen.
Nach dem Nachmittagsunterricht gehen die Schüler nach Hause und erledigen dort ihre Hausaufgaben und machen noch andere Aktivitäten wie Sport, Musikinstrumente spielen, Freunde treffen, Fernsehen...
Viele Elementary School  Schüler, deren Eltern berufstätig sind, gehen nach der Schule in „ Afterschool Center“ (Betreuung), die es entweder in der Schule oder in der Nähe gibt.

{mospagebreak title=Uniformen&heading=Uniformen}

Uniformen: 
Die meisten Schüler in Australien tragen Schuluniformen. In Allgemein- und Privatschulen müssen die Schüler ihre Uniform tragen, an öffentlichen Schulen ist es den Schülern freigestellt, doch sehr ans Herz gelegt. Jede Schule hat ihre eigene Farbe und ihr eigenes Styling.Schuluniform

Mädchen:
Die Uniform der Mädchen kann entweder eine Bluse mit Rock sein oder ein Trägerkleid. Im Sommer werden die Uniformen aus Baumwolle oder einem anderen leichten Stoff hergestellt. Die Winteruniformen bestehen aus einem schwererem Material und werden bei Kälte mit einem Pullover oder Blazer getragen.

Jungen:
Jungen tragen im Sommer Shorts und im Winter Hosen, beides wird mit einem Hemd kombiniert. Gleich wie die Mädchen tragen sie bei kalter Witterung Pullover und/oder Blazer.

Viele Schulen heutzutage versuchen die Uniformen für die Schüler ansprechend zu kreieren. Im Sportunterricht werden gemeinschaftlich T- Shirts (Sommer) und Trainingsanzug (Winter) getragen. Diese sind fast immer mit dem Schullogo oder dem Wappen bedruckt.
Wenn die Sonnenbestrahlung in Australien zu stark ist, werden die Schüler aufgefordert Hüte zu tragen, wenn sie in die Sonne gehen. Diese Hüte gleichen Baseball- Caps, nur das bei diesen Hüten an den Seiten noch ein Stoff eingenäht ist, der Nacken und Ohren vor einem Sonnenbrand schützt.

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Große Unterschiede zwischen dem deutschen und dem australischen Schulleben:
Schuljahr: In der Struktur, Schuljahresbeginn (nur „andere“ Monatsnamen) und Ferien unterscheiden sich die Schulwesen kaum, doch in den Ebenen, in die sie ihre Schüler unterrichten.

Deutschland Australien

Kindergarten

            1.-4. Klasse        Grundschule
            5.-9. Klasse        Hauptschule oder
            5.-10. Klasse      Realschule oder           
            5.-13. Klasse      Gymnasiu

Kindergarten

            6. Oder 7. Klasse                    Elementary School
            7.oder 8. Klasse - 12. Klasse    High School           
            nach 12. Klasse                       Studieren

Schultag:
Schulbeginn 8:00 - 12:20 oder 13:05 Weiterführende
Schulen ab 8./9. Klasse auch Nachmittagsunterricht
Pause,um Mittag zu essen, gibt es hier nicht Betreuuung nur selten
Schulbeginn 9:00 - 15:15 ab Elementary School Pause für Mittagessen, eine Stunde ab 12:30 Uhr
Betreuung wird meistens in den Schulen oder in der Nähe davon geboten

Uniformen:
Dieser ganze Bereich ist wahrscheinlich der auffälligste Unterschied zwischen deutschen und australischen Schülern.
In Deutschland müssen keine Uniformen getragen werden.