2008-10-12 Great Ocean Road und andere Erlebnisse

Wenn Kirchhainer Engel reisen, können sie etwas erleben. Für zwei Tage konnten die Kookaburras, Koalas und Wombats die Vielfalt der australischen Landschaft erleben. Freitag morgen, sehr früh, holte uns ein goldener Bus für eine abwechslungsreiche und interessante Reise entlang der Great Ocean Road ab. Nach knapp zweistündiger Fahrt mit Tom, unserem schnieken Busfahrer, kamen wir pünktlich - typisch deutsch, halt - in Urquhart's Bluff an. Vier erfahrene Surflehrer steckten zunächst einmal fast alle von uns in mehr oder weniger gut sitzende Neoprenanzüge.Dann musste zentimeterdick Sonnencreme an den wenigen, noch verbleibenden unbedeckten Körperstellen aufgetragen werden (hier fiel besonders die geschickte Eleganz der Jungs auf). Nach einer zwanzigminütigen Einweisung in fünf Gruppen, erstürmten die Eleven, sowie der Chief Koala und der Ehren-Wombat den Ocean, mit Surfbrettern unterm Arm und Vorfreude im Herzen. Es dauerte nicht lange, bis sich unter das Dauergepruste und Gefluche erste Freudes- und Siegesschreie mischten. Wir dürfen getrost behaupten, das ein oder andere Surftalent unter uns entdeckt zu haben (Bildbeweise, die der Chief-Wombat unter Einsatz seines sonst sehr trockenen Fells geschossen hat, folgen). Nach dieser sportlichen Höchstleistung, die nur wenige Blessuren (außer denen an manchem Ego) gefordert hatte, stürzten sich die Kids auf... nein, nicht McDonald's (gab's da nicht), nicht Lunchpakete (die waren schon um 10 Uhr radikal vertilgt worden) ... OBST! Herr Nutting hatte eine Kiste herrlich frischer Orangen und Äpfel besorgt, etwas, das uns zunächst eher verwunderte (welch' optimistischer Geist muss in diesem Manne wohnen). Aber am Ende blieb kaum eine Frucht übrig! Also - gesunde Ernährung lässt sich durch regelmäßige Surfstunden fördern!

Dieses Highlight (das sportliche, nicht das kulinarische) war kaum noch zu toppen - dachten wir, bis wir pünktlich zum Sonnenuntergang den ersten Blick auf die Zwölf Apostel werfen konnten. Kurze Zusammenfassung: AWeSome!

Weniger awesome, aber dafür sehr challenging, war unsere Unterkunft für die Nacht in Port Campbell. Versöhnt hat uns nach einer für die meisten recht kurze Nacht das Frühstück mit Blick auf tosende Wellen als Teil eines atemberaubenden Panoramas. Von Port Campbell aus fuhren wir noch einmal zu den Zwölf Aposteln, um sie uns noch einmal in Ruhe anzuschauen. Die Anzahl der Fotos, die dort - und auch schon zuvor - geschossen wurden, dürfte im vierstelligen Bereich liegen!

Unsere Rückfahrt führte uns durch das erstaunlich grüne Hinterland (Otways), wodurch wir eine weitere Facette australischer Landschaft kennenlernen konnten. Einen letztenm Zwischenstopp legten wir in Geelong ein, dessen Football-Mannschaft haushoch gegen die Hawks im Finale verloren hatte, was Herr Nutting immer wieder sehr geschickt in seine Ansprachen hineinzuschmuggeln verstand. Mit etwas Verspätung traf dann unsere goldene Kutsche wieder in Melbourne ein. So ging ein wunderbarer Ausflug zu Ende.

Einige Eltern seien schon vorgewarnt: Zukünftige Urlaubsziele und Aktivitäten sind von ihren Zöglingen schon für die nächsten Jahre vorgeplant!